Rise of Chaos 9 mit OSDOU — Belphegor — Krater — Empyreal — Bitchhammer

Am 23.03.2019 war es dann tatsächlich wieder so weit. Das Rise of Chaos fand nun zum neunten Mal im beschau­lichen Burgkunstadt statt und diesmal auch geballter denn je. Für uns ging die Arbeit schon eine Woche zuvor los, die gesamte Vorarbeit hierbei selbstverständlich ausge­schlossen.

Die Location musste auf Vordermann gebracht werden, die Veganer und „Fleischetarier“ vernünftig versorgt und die Crew seelisch und moralisch vorbe­reitet werden. Am Stichtag ging dann alles Schlag auf Schlag. Das Smart­phone klingelte Sturm, der Einkauf glich einem Marathon und es brach kurzzeitig das Chaos aus. Aber was wäre denn das R.o.C ohne ein wenig Chaos? Nachdem dann die ersten Bands eintru­delten, wurde alles wesentlich entspannter. Den Start­schuss gaben um 18:30 Empyreal aus dem schönen Franken­ländle, genauer gesagt wurde eine gewaltige Ladung Blackened Death Metal verpulvert.

(c) Rise of Chaos
Empyreal (c) Helheim Photography & Illustration
Empyreal © Helheim Photo­graphy & Illus­tration

Weiter ging es dann um 19:20 mit der Leipziger Black/Thrash Metal Band Bitch­Hammer, zu denen ich eine kleine Anekdote parat habe. Ich kümmerte mich Ende 2018 um das diesjährige Design für das Rise of Chaos und schmiedete schon erste Pläne. Das Design wurde abgenickt, Flyer und Plakate wanderten also unver­züglich in den Druck. Als Promotion ist nicht nur die analoge Variante des Verteilens auf regio­nalen Events essen­ziell, nein, auch Social Media ist hierbei von hohem Wert.

Wir saßen also genüsslich beisammen und wollten die Veran­staltung online bewerben, so wie es bisher immer üblich war Puste­kuchen. Der Name Bitch­Hammer sei zu anstößig und eine Verbreitung dessen wurde uns seitens Facebook verweigert. An dieser Stelle tiefsten Dank an Bitch­Hammer, wir hatten sowohl Tränen der Freude, als auch des Leids vergossen.

Bitchhammer (c) Helheim Photography & Illustration
Bitch­hammer © Helheim Photo­graphy & Illus­tration

20:20 Uhr kam dann ein ganz beson­deres Black Metal Schmankerl auf die Bühne, nämlich Krater. Die Jungs sind allesamt sehr ruhige Wesen, wie wir zum Party.San 2018 feststellen durften, welche jedoch per Knopf­druck von der einen auf die nächste Sekunde böse werden. Das finden sowohl ich, als auch der Rest der Anwesenden, sehr bemer­kenswert und sprechen somit unseren tiefsten Respekt für die musika­lische Darbietung und auch die anspre­chende, leicht bedrohlich wirkende Atmosphäre aus.

Krater (c) Helheim Photography & Illustration
Krater © Helheim Photo­graphy & Illus­tration

Nun weiß ich nicht so recht, wie ich das nächste Spektakel ankün­digen darf, ohne in absolute Euphorie zu verfallen. Our Survival Depends On Us schritten um 21:30 auf die Bühne und lieferten uns ein wahres Potpourri der Emotionen. Ich habe selten Bands erlebt, die so kraftvoll vor sich hin harmo­nierten, dass man glatt das Hier und Jetzt vergessen konnte und sich demnach ausschließlich der Musik widmete. Für mich war das ein Fauxpas der Super­lative, da ich die Bands versorgen musste und anschließend auch noch Bilder für mein Projekt „Helheim Photo­graphy & Illus­tra­tions“ knipsen musste. Jedoch muss ich sagen, dass es das allemal wert war. OSDOU bringen mit Textpas­sagen wie „Down, down we go. We are so very, very low“ jede Seele wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und regen zum Nachdenken an. Denn schließlich sind wir nichts weiter als niedere Seelen, welche sich für Höheres und Besseres berufen fühlen. Als kleine Erinnerung hinter­ließen Sie uns eine Rune, genauer gesagt Fehu, in eine Wand graviert. Im direkten Anschluss an den Gig hatten wir noch die Möglichkeit uns ausgiebig mit Herrn Mucho, dem Sänger der Band, zu unter­halten und dieses Gespräch wird wohl noch lange in mir wider­hallen. Wenn mich jemand fragt, wie ich die Jungs beschreiben würde, so würde ich sie als boden­ständige, sehr zuvor­kom­mende und inter­es­sante Individuen umschreiben. Besonders schön fand ich es, dass Helmuth von Belphegor sich OSDOU‘s Auftritt auch nicht entgehen ließ.

OSDOU (c) Helheim Photography & Illustration
OSDOU © Helheim Photo­graphy & Illus­tration

Zu guter Letzt durften wir uns ganz und gar dem Toten­ritual hingeben. Belphegor lieferten eine einzig­artige Show ab und brachten die Meute zum Schreien. Baphomet und Apophis wurden lautstark mitgegröhlt und man fühlte sich einfach vollkommen. Wir konnten allesamt einen mehr oder minder ruhigen Abend genießen. Nun, was heißt Abend…Es wurde noch bis in die frühen Morgen­stunden gefeiert, daraufhin folgten zwei Stunden Schlaf und dann musste auch schon wieder aufge­räumt werden. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Ilo, die uns mit einem wohltu­enden Frühstück versorgte und auch ein großes Danke­schön an das Security Team, welches saubere Arbeit geleistet hat und das Ganze zu einem angenehmen Abschluss gebracht hat.

Belphegor (c) Helheim Photography & Illustration
Belphegor © Helheim Photo­graphy & Illus­tration
Belphegor (c) Helheim Photography & Illustration
Belphegor © Helheim Photo­graphy & Illus­tration

:Helheim P & I: