Trepaneringsritualen/Nordvargr – »Konung Krönt I Blod / Salve Teragmon« Review zur Splitsingle

Mit­ge­wirkt hat hier im Übri­gen auch Peter Johan Nij­land (DISTEL), der seit kur­zem auch Teil der Live­be­set­zung von TREPANERINGSRITUALEN ist.

Auf die­ser gemein­sa­men Split­sin­gle der schwe­di­schen Indus­tri­al-/Dark Ambi­ent-Iko­nen TREPANERINGSRITUALEN (Tho­mas Mar­tin Ekelund) und NORDVARGR (Hen­rik Björkk) covern“ sich bei­de Künst­ler gegen­sei­tig. Oder genau­er gesagt: Sie über­ar­bei­ten jeweils ein Stück des ande­ren Künst­lers und geben ihm damit ihren ganz eige­nen, beson­de­ren Schliff.

Trepaneringsritualen

Die Sin­gle kann dabei zugleich in mehr­fa­cher Hin­sicht ver­stan­den wer­den: Sie ist zum einen ein Nach­schlag zum letz­ten NORD­VAR­GR-Album Metem­psy­cho­sis“ sowie zu Tan­tum Meli­or“ (bei­de eben­falls bei Cyclic Law erschie­nen), der Com­pi­la­ti­on, auf der sich bereits aus­schließ­lich Remi­xes durch ande­re Künst­ler befan­den. Auch optisch ver­weist die Sin­gle auf die Alben, auf denen eben­falls schon die selt­sa­men mumi­fi­zier­ten Kat­zen zu sehen waren. 

Sie ist aber auch ein Aus­blick auf das im Sep­tem­ber erschei­nen­de neue Album ᛉᛦ – Algir; eller Algir i Merk­stave“ von TREPANERINGSRITUALEN, mit wel­chem eine Rück­kehr zum legen­dä­ren eng­li­schen Cold Spring Label erfol­gen wird.

Dabei ist die Sin­gle bei­lei­be nicht die ers­te Zusam­men­ar­beit bei­der Künst­ler, die bis­lang in dem gemein­sa­men Pro­jekt DET KÄTTERSKA FÖRBUND ihren Höhe­punkt gefun­den hat und von dem hof­fent­lich in Zukunft noch mehr zu hören sein wird. 

Vor uns liegt nun jeden­falls eine nicht nur optisch (wie bei Cyclic Law üblich!) beein­dru­cken­de Schei­be. NORDVARGR hat sich dabei an Konung Krönt I Blod“ vom 2014er Per­fec­tion & Permanence“-Album getraut und gibt die­sem Stück einen eher lang­sa­men, schlei­chen­den Rhyth­mus mit. Im Ver­gleich zum Ori­gi­nal wirkt sei­ne Bear­bei­tung ein wenig geschlif­fe­ner, weni­ger roh, aber den­noch äußerst brutal

TREPANERINGSRITUALEN drückt sei­ner Ver­si­on von Sal­ve Terag­mon“ (ursprüng­lich auf dem schon genann­ten Metempsychosis“-Album erschie­nen) noch deut­li­cher sei­nen Stem­pel auf. Durch dre­cki­ge Bass­li­nes und schnel­le, tri­ba­lis­tisch wir­ken­de Trom­meln wird das bereits ursprüng­lich an EBM erin­nern­de Stück noch ein­gän­gi­ger, fast tanz­bar. Mit­ge­wirkt hat hier im Übri­gen auch Peter Johan Nij­land (DISTEL), der seit kur­zem auch Teil der Live­be­set­zung von TREPANERINGSRITUALEN ist.

Mit ein biss­chen Glück dürf­te die auf nur 300 Stück limi­tier­te Sin­gle (schwar­zes Vinyl) übri­gens noch erhält­lich sein. Man soll­te sich aber nicht zu viel Zeit lassen!

Geschrieben von Matthias

Matthias lebt und arbeitet in Berlin. Der leidenschaftliche Musiksammler führt Interviews und schreibt Reviews aus den Bereichen Black Metal, Neofolk, Industrial und allen angrenzenden Bereichen für den Eibenreiter.