Spülmaschinentabs selbst herstellen — wir haben es ausprobiert

Spülmaschinentabs selbst herstellen — wir haben es ausprobiert

Lang­sam, aber sicher for­dert die Iso­la­ti­on ihren Tri­but. Die heiß gelieb­ten und super prak­ti­schen Geschirr­spült­abs sind leer! Aber in der aktu­el­len Situa­ti­on nur des­we­gen den Super­markt besu­chen und sich einem unnö­ti­gen Risi­ko aus­set­zen? Das muss doch anders gehen…

Ich beschäf­ti­ge mich schon seit län­ge­rem mit dem The­ma Nach­hal­tig­keit“. Einer­seits fin­de ich natür­lich den Umwelt­aspekt wich­tig und erstre­bens­wert, außer­dem berei­tet mir auch das Sel­ber­ma­chen gro­ße Freu­de. Auf­grund des­sen befin­det sich immer ein Vor­rat an Wasch­so­da, Natron, Essig und Zitro­nen­säu­re im Haus, und eben­je­ner Vor­rat soll nun zu mei­nen eige­nen Spül­ma­schi­nentabs ver­ar­bei­tet wer­den. 

Ori­en­tiert habe mich dabei an einem Rezept von smar­ti­cu­lar, deren Buch Fünf Haus­mit­tel erset­zen eine Dro­ge­rie“ *unbe­zahl­te Wer­bung ich ger­ne als mei­ne Bibel für DIY bezeich­ne.

Fol­gen­de Zuta­ten für unge­fähr 45 Stück:

  • 150g Wasch­so­da
  • 150g Natron
  • 150g Zitro­nen­säu­re
  • 75g Spül­ma­schi­nen­salz (nor­ma­les geht auch, ist aber ein biss­chen teu­rer)
  • 3 – 4 EL Was­ser

Mischt zuerst die tro­cke­nen Zuta­ten zusam­men und gebt dann nach und nach etwas Was­ser dazu. Wer ger­ne Duft möch­te, kann auch noch ein paar Trop­fen äthe­ri­sches Öl dazu­ge­ben.

Obacht: die Zitro­nen­säu­re reagiert sofort mit dem Was­ser, es wird heiß und spru­delt. 

Lasst euch davon nicht abbrin­gen und mischt die Mas­se durch, bis sie euch grif­fig“ erscheint, etwa wie kine­ti­scher Sand. Die­se Mas­se habe ich in regu­lä­re Eis­wür­fel­for­men gedrückt und etwa einen Tag trock­nen las­sen. Wer nicht auf die gewohn­te Form besteht, kann auch das Was­ser weg­las­sen und das Pul­ver direkt in das Fach der Spül­ma­schi­ne dosie­ren. 

Kann das über­haupt funk­tio­nie­ren? Ich sage ja! Der ers­te Pro­be­lauf mit nur einem Tab (die sind wesent­lich klei­ner als regu­lä­re) war ein vol­ler Erfolg. Das Geschirr war trotz ECO-Pro­gramm der Spül­ma­schi­ne blitz­blank sau­ber. Seht selbst:

Ihr fragt euch aber bestimmt, lohnt sich denn der Auf­wand über­haupt? Dafür habe ich euch einen klei­nen, unge­fäh­ren Kos­ten­ver­gleich gemacht:

Der Preis für alle Zuta­ten, her­un­ter­ge­rech­net auf die Men­ge des Rezepts, ergibt einen unge­fäh­ren Preis von 1,88€. Pro Tab macht das also unschlag­ba­re 0,04€! Im Ver­gleich dazu kos­ten die (Bio-)Tabs, die ich bis­her ver­wen­de­te pro Stück 0,33€. Das macht fast einen Unter­schied um den Fak­tor 10, ich fin­de dafür kann man sich ger­ne die 15 Minu­ten Zeit neh­men.

Es wür­de mich freu­en, wenn der eine oder ande­re Leser sich davon inspi­riert fühlt und sich viel­leicht eben­falls an ein DIY-Pro­jekt wagt.