Rise of Chaos 9

Rise of Chaos 9

Die Loca­ti­on muss­te auf Vor­der­mann gebracht wer­den, die Vega­ner und Flei­scheta­ri­er“ ver­nünf­tig ver­sorgt und die Crew see­lisch und mora­lisch vor­be­rei­tet wer­den. Am Stich­tag ging dann alles Schlag auf Schlag. Das Smart­pho­ne klin­gel­te Sturm, der Ein­kauf glich einem Mara­thon und es brach kurz­zei­tig das Cha­os aus. Aber was wäre denn das R.o.C ohne ein wenig Cha­os? Nach­dem dann die ers­ten Bands ein­tru­del­ten, wur­de alles wesent­lich ent­spann­ter. Den Start­schuss gaben um 18:30 Empy­re­al aus dem schö­nen Fran­ken­länd­le, genau­er gesagt wur­de eine gewal­ti­ge Ladung Bla­cke­ned Death Metal ver­pul­vert.

»Bitch­ham­mer auf dem Rise of Cha­os Fes­ti­val 9« Foto: Hel­heim Pho­to­gra­phy & Illus­tra­ti­ons 2019

Wei­ter ging es dann um 19:20 mit der Leip­zi­ger Black/Thrash Metal Band Bitch­Ham­mer, zu denen ich eine klei­ne Anek­do­te parat habe. Ich küm­mer­te mich Ende 2018 um das dies­jäh­ri­ge Design für das Rise of Cha­os und schmie­de­te schon ers­te Plä­ne. Das Design wur­de abge­nickt, Fly­er und Pla­ka­te wan­der­ten also unver­züg­lich in den Druck. Als Pro­mo­ti­on ist nicht nur die ana­lo­ge Vari­an­te des Ver­tei­lens auf regio­na­len Events essen­zi­ell, nein, auch Soci­al Media ist hier­bei von hohem Wert.

Wir saßen also genüss­lich bei­sam­men und woll­ten die Ver­an­stal­tung online bewer­ben, so wie es bis­her immer üblich war Pus­te­ku­chen. Der Name Bitch­Ham­mer sei zu anstö­ßig und eine Ver­brei­tung des­sen wur­de uns sei­tens Face­book ver­wei­gert. An die­ser Stel­le tiefs­ten Dank an Bitch­Ham­mer, wir hat­ten sowohl Trä­nen der Freu­de, als auch des Leids ver­gos­sen.

»Kra­ter auf dem Rise of Cha­os Fes­ti­val 9« Foto: Hel­heim Pho­to­gra­phy & Illus­tra­ti­ons 2019

20:20 Uhr kam dann ein ganz beson­de­res Black Metal Schman­kerl auf die Büh­ne, näm­lich Kra­ter. Die Jungs sind alle­samt sehr ruhi­ge Wesen, wie wir zum Party.San 2018 fest­stel­len durf­ten, wel­che jedoch per Knopf­druck von der einen auf die nächs­te Sekun­de böse wer­den. Das fin­den sowohl ich, als auch der Rest der Anwe­sen­den, sehr bemer­kens­wert und spre­chen somit unse­ren tiefs­ten Respekt für die musi­ka­li­sche Dar­bie­tung und auch die anspre­chen­de, leicht bedroh­lich wir­ken­de Atmo­sphä­re aus.

»Our Sur­vi­val Depends on Us auf dem Rise of Cha­os Fes­ti­val 9« Foto: Hel­heim Pho­to­gra­phy & Illus­tra­ti­ons 2019

Nun weiß ich nicht so recht, wie ich das nächs­te Spek­ta­kel ankün­di­gen darf, ohne in abso­lu­te Eupho­rie zu ver­fal­len. Our Sur­vi­val Depends On Us schrit­ten um 21:30 auf die Büh­ne und lie­fer­ten uns ein wah­res Pot­pour­ri der Emo­tio­nen. Ich habe sel­ten Bands erlebt, die so kraft­voll vor sich hin har­mo­nier­ten, dass man glatt das Hier und Jetzt ver­ges­sen konn­te und sich dem­nach aus­schließ­lich der Musik wid­me­te. Für mich war das ein Faux­pas der Super­la­ti­ve, da ich die Bands ver­sor­gen muss­te und anschlie­ßend auch noch Bil­der für mein Pro­jekt Hel­heim Pho­to­gra­phy & Illus­tra­ti­ons“ knip­sen muss­te. Jedoch muss ich sagen, dass es das alle­mal wert war. OSDOU brin­gen mit Text­pas­sa­gen wie Down, down we go. We are so very, very low“ jede See­le wie­der auf den Boden der Tat­sa­chen zurück und regen zum Nach­den­ken an. Denn schließ­lich sind wir nichts wei­ter als nie­de­re See­len, wel­che sich für Höhe­res und Bes­se­res beru­fen füh­len. Als klei­ne Erin­ne­rung hin­ter­lie­ßen Sie uns eine Rune, genau­er gesagt Fehu, in eine Wand gra­viert. Im direk­ten Anschluss an den Gig hat­ten wir noch die Mög­lich­keit uns aus­gie­big mit Herrn Mucho, dem Sän­ger der Band, zu unter­hal­ten und die­ses Gespräch wird wohl noch lan­ge in mir wider­hal­len. Wenn mich jemand fragt, wie ich die Jungs beschrei­ben wür­de, so wür­de ich sie als boden­stän­di­ge, sehr zuvor­kom­men­de und inter­es­san­te Indi­vi­du­en umschrei­ben. Beson­ders schön fand ich es, dass Hel­muth von Bel­phe­gor sich OSDOU‘s Auf­tritt auch nicht ent­ge­hen ließ.

Zu guter Letzt durf­ten wir uns ganz und gar dem Toten­ri­tu­al hin­ge­ben. Bel­phe­gor lie­fer­ten eine ein­zig­ar­ti­ge Show ab und brach­ten die Meu­te zum Schrei­en. Bapho­met und Apo­phis wur­den laut­stark mit­gegröhlt und man fühl­te sich ein­fach voll­kom­men. Wir konn­ten alle­samt einen mehr oder min­der ruhi­gen Abend genie­ßen. Nun, was heißt Abend…Es wur­de noch bis in die frü­hen Mor­gen­stun­den gefei­ert, dar­auf­hin folg­ten zwei Stun­den Schlaf und dann muss­te auch schon wie­der auf­ge­räumt wer­den. An die­ser Stel­le noch ein­mal herz­li­chen Dank an Ilo, die uns mit einem wohl­tu­en­den Früh­stück ver­sorg­te und auch ein gro­ßes Dan­ke­schön an das Secu­ri­ty Team, wel­ches sau­be­re Arbeit geleis­tet hat und das Gan­ze zu einem ange­neh­men Abschluss gebracht hat.