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Mit ihrer ersten Demo „Supreme Pesti­lence“ veröf­fent­lichten Ad Mortem aus dem sächsi­schen Zschorlau im Jahr 2018 ihren Erstling bei „Worship Tapes“, den ich hier mal etwas genauer unter die Lupe nehme. 

Als erstes fällt auf, dass „Supreme Pesti­lence“, welches bis dato ausschließlich auf Kassette veröf­fent­licht wurde, auf 102 Tapes limitiert ist. Ob es sich hier um eine bewusst geplante Anzahl oder um eine produk­ti­ons­tech­nische leichte Überpro­duktion handelt, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Jedoch könnten sich an dieser Stelle Menschen mit einem Tick für dekadische Zahlen leicht gereizt fühlen, aber Spaß bei Seite.

Musika­lisch werden hier vor allem die Liebhaber des klassi­schen Black-Metal ohne Schnick­schnack auf ihre Kosten kommen. Das Tape enthält fünf Songs, welche allesamt einen konstanten Stil verfolgen, ohne dabei langweilig zu wirken.

Ad Mortem Logo

Der Opener „Invocation“ startet im Midtempo, setzt mit Blast­parts und treibenden Passagen nach und endet wieder im Midtempo. Hier begegnen wir auch erstmals dem Gesang, der vor allem denje­nigen gefallen wird, die nichts mit zu kreischendem oder tiefem Gesang in diesem Genre anfangen können.

Bastard Christ“ ist rhyth­misch treibend, voran­pre­schend und zwingt einen unwei­gerlich zum Mitwippen, ohne dem Hörer eine Pause zu gönnen.

Auch „Supreme Pesti­lence“ setzt diese Tradition von „Bastard Christ“ nahtlos fort.

Crown of hate“ dagegen ist fast durch­gehend im Midtempo gehalten und setzt immer wieder geschickt Akzente durch treibende Parts.

Beim letzten Song „Totenkult“ fällt vor allem der sehr atmosphä­rische Teil am Ende auf, der einen passenden Ausklang liefert.

Ad Mortem für Eibenreiter

Insgesamt also ein sehr gut gelun­gener Einstand der bestimmt nicht lange nach einer Fanbasis suchen muss.

Aber ohne einen kleinen Wermuts­tropfen geht es nun doch nicht, und dieser betrifft das Tape an sich. Da sich sowohl auf der A- als auch auf der B‑Seite die gleichen Songs, und somit die selbe Spielzeit befinden, wurde dennoch eine Standard- 60- Minuten ‑Kassette verwendet, was zu einer langen Leerlaufzeit am Ende jeder Tapeseite führt. Auch wenn das Jammern auf hohem Niveau ist, wäre hier ein zugeschnit­tenes Tape das i- Tüpfelchen auf dem sonst sehr gelun­genen Gesamt­paket gewesen.

Erhältlich ist dieses Kleinod bei Worship Tapes (worshiptapes@gmx.de) oder als digitale Version über die Bandcamp-Seite der Band (https://admortem666.bandcamp.com/).

:CB: